Biographie

Arrested Development sind zurück und seit dem letzten Mal hat sich eines ganz sicher nicht geändert: Ihre Songs bringen jede Menge gute Laune in die Hip-Hop Community!

Seit ihrer Gründung Ende der 80er Jahre stehen Arrested Development für Hip-Hop, der sich entschieden gegen die gängigen Gansta-Rap Klischees abgrenzt. Kein borniertes Darbieten von Statussymbolen und keine "mein Haus, mein Pferd, mein Auto" - Texte darüber, dass Macht und Geld das Wichtigste im Leben sind. Das Künstlerkollektiv um Todd Thomas alias Speech singt lieber über afroamerikanische Solidarität, Respekt und Lebensfreude. Musikalisch erweitern Arrested Development das Genre mit einer bunten und extrem tanzbaren Mischung aus Folk, Soul, Pop und Funk bis hin zu Reggae.

Ein bisschen "Diss-Kultur" gibt es mit einem Augenzwinkern dann doch auf "Since The Last Time". Im Song "Miracles" prangern die Musiker und Tänzer aus Tennessee mit Rapzeilen wie "We're smarter than this and we can come harder than this, and do a brag rap on the next song on the disc" die stupiden Belange einiger Teile der Hip-Hop Szene an. Speech will die Verhältnisse damals wie heute so nicht hinnehmen: "?Wir haben die Mission, die Spielregeln des Hip-Hop zu erweitern und die Leute dazu zu inspirieren, über den ganzen Unsinn, den es im heutigen Hip-Hop gibt, hinauszuwachsen."

Dass sie für diese Mission genau die Richtigen sind, haben Arrested Development bereits 1993 unter Beweis gestellt. Nicht nur ihr stilistisch innovatives Debüt "3 Years, 5 Month and 2 Days In the Live Of", sondern auch die anspruchsvollen Live-Shows mit vielfältigen Instrumenten und ausgelassenen Tanzeinlagen haben Akzente gesetzt und Bands wie den "Black Eyed Peas" oder "Outkast" den Weg geebnet. Als erster Hip-Hop Act überhaupt gewannen Arrested Development den Grammy für den besten Newcomer. Ein weiterer Grammy und zahlreiche Auszeichnungen folgten.

Trotz Millionen verkaufter Alben und Charthits wie "Tennessee" oder "People Everyday" kam 1995, ein Jahr nach der Veröffentlichung des zweiten Studioalbums "Zingalamaduni", das vorläufige Aus für die Band. Ausgerechnet Geldstreitereien führten zur Auflösung der Rap-Kommune. Diese hielten zum Glück nicht ewig an, und vier Jahre später fanden sich die Gründungsmitglieder Rasadon, Eshe, Baba Oje und Speech zu mehreren Sessions zusammen. Das Ergebnis: die EP "Da Feelin" und das Album "Heroes Of the Harvest". Das Studioalbum "Among the Trees" folgte 2004.

Mit "Since The Last Time" machen Arrested Development nun ihr Comeback perfekt.

Entspannte Grooves und gut gelaunte Songs liefern zum Sommer genau den richtigen Soundtrack. Wer im Herbst noch einmal an wohlig warme Sonnentage zurückdenken möchte, sollte das vorerst einzige Deutschlandkonzert der Musik- und Tanz-Gruppe aus Tennessee nicht verpassen. Arrested Development geben sich am 21. September im Rahmen des Reeperbahn-Festivals in Hamburg die Ehre. Schön, dass sie wieder da sind, denn: wen interessiert wirklich, welcher Gangster den größeren Straßenkreuzer hat...